Der Instagram-Kanal des Fördervereins wird eingestellt

Ich habe entschieden, unseren Instagram-Kanal zu schließen. Diese Entscheidung liegt bei mir – denn ich war es, der den Kanal aufgebaut hat, gepflegt hat und der letztlich auch für alles haftet. Ich möchte euch erklären warum.

Ich mache alles allein – und das ist das Problem

Den Kanal wurde bisher ausschließlich durch mich betrieben. Kein anderes Vorstandsmitglied, keine weitere freiwillige Hand. Das bedeutet: Jeder Post, jede Story, jedes Foto liegt in meiner alleinigen Verantwortung – inhaltlich, rechtlich, haftungstechnisch und auch finanziell. Das ist auf Dauer keine tragbare Grundlage für die Außenkommunikation eines Vereins.

Schulinfos über Meta – ein echtes Problem

Wir sind ein Grundschul-Förderverein. Die Menschen, über die wir berichten, sind Kinder. Wenn Eltern über Instagram – also über Meta – auf Informationen aus dem Schulumfeld zugreifen, werden dabei automatisch Daten verarbeitet, auf die ich keinen Einfluss habe. Meta betreibt umfangreiches Tracking aller Seitenbesucher, unabhängig davon, ob sie selbst eingeloggt sind oder nicht.

Als Seitenbetreiber werde ich damit automatisch zum gemeinsam Verantwortlichen mit Meta – für Datenverarbeitungen, die ich weder kontrollieren noch vollständig überblicken kann.

Das steht im Widerspruch zu den berechtigten Datenschutzerwartungen unserer Schule und der Elternschaft.

Ich hafte – persönlich

Als erster Vorsitzender trage ich die datenschutzrechtliche Verantwortung für den Verein. Im Ernstfall nicht nur der Verein als juristische Person, sondern ich persönlich – mit meinem Privatvermögen. Bei einem Verstoß gegen die DSGVO sind Bußgelder in erheblicher Höhe möglich. Dieses Risiko einzugehen, ohne dass ein verlässlicher, rechtssicherer Betrieb des Kanals gewährleistet ist, wäre fahrlässig.

Und WhatsApp? Ja, auch das ist nicht sauber.

Ich bin mir bewusst, dass wir auch über WhatsApp kommunizieren – und dass das datenschutzrechtlich ebenfalls nicht einwandfrei ist. WhatsApp überträgt Kontaktdaten an Server außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums. Wir nutzen diesen Kanal pragmatisch, weil er funktioniert. Aber ich beschönige das nicht: Wir bewegen uns dort im Dunkel-Graubereich.

Einen zusätzlichen, öffentlich zugänglichen Kanal mit noch weniger Kontrolle zu betreiben, wäre der falsche Schritt in die falsche Richtung.

Was bleibt

Wir kommunizieren weiterhin hier im Blog – über Elternbriefe, die Schulhomepage und vorerst WhatsApp. Ich prüfe datenschutzkonforme Alternativen für die Zukunft. Wer Fragen hat oder sich einbringen möchte, kann sich jederzeit direkt an mich wenden.

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